Der Weddingplaner erobert Mallorca – Und morgen die ganze Welt

„Wer heiraten will, kommt an mir nicht so schnell vorbei.“ Als „Der Weddingplaner“ wurde „Froonck“ im deutschen Fernsehen berühmt. Jetzt will er als Hochzeits-Reporter weltweit auf Reisen gehen, wie er der IZ bei einem Insel-Kurzbesuch verriet.

Grauer Bart und eine schrill zur Seite gegelte Haarwelle: Frank Matthée alias „Froonck“ ist nicht zu übersehen. Für den deutschen Multimedia-Kanal „doppioTV“ geht der aus der gleichnamigen Prosieben-Sendung „Der Weddingplaner“ bekannte Deutsche demnächst auf Reporter-Reisen. Die IZ traf den 48-jährigen Berliner während des einjährigen Jubiläums von „doppioTV“ Anfang vergangenen Oktober auf Mallorca zum Interview.

Welche Themen kommen in Deiner neuen Sendung auf den Tisch?
Ich werde als „World Wide Wedding Reporter“ weltweit mit der Kamera auf Reisen gehen, um Hochzeitsbräuche in exotischen Ländern zu entdecken und sie zu erzählen.

Ist das Thema Hochzeit heutzutage denn wirklich noch ein abendfüllendes TV-Thema?
Die Zahl der jährlich registrierten Hochzeiten in Deutschland nimmt zumindest nicht ab. Heutzutage heiraten die Leute zwei- oder dreimal in ihrem Leben. Das Thema ist also immer aktuell. Außerdem kann man darüber fremde Kulturen sehr schön verstehen lernen. Mich interessiert zum Beispiel: Wie arbeitet ein Tortenbäcker in Marrakesch? Wieviel Geld wird für eine hochzeit in Moskau investiert? Wie sieht ein traditionelles Brautkleid in Indien aus? Da steckt jede Menge unterhaltsamer Stoff drin.

Also mal ehrlich: Welchen Reiz hat eine Hochzeit noch in einer Zeit, in der Beziehungen oftmals schon per Whatsapp beendet werden?
Das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich finde es toll, wenn ein Paar für sich entscheidet: Wir wollen heiraten. Es gibt der Beziehung gerade in dieser kurzlebigen Zeit einen wichtigen Halt. Es ist ein Zeichen von Mut, Stärke und Zuversicht. Man zeigt damit nach Außen, dass man ein Paar sein möchte. Ob es später dann wirklich hinhaut, ist eine andere Sache. Man sollte sich aber vorher nicht abschrecken lassen. Motto: Das klappt sowieso nicht.

Das hört sich jetzt sehr romantisch an...
Hochzeiten sind sehr, sehr romantisch. Heiraten bedeutet, die Welt aus romantischer Sicht zu sehen. Und mal ganz im Ernst: Ohne Romantik sind wir doch nur halbe Menschen. Wenn übehaupt...

Du verdienst mit Hochzeit natürlich auch Geld.
Ich mache diesen Job nicht alleine wegen des Geldes. Ganz bestimmt nicht. Als ich vor 13 Jahren meine Hochzeitsagentur gründete, tat ich das, weil ich fest daran glaube, dass jeder Mensch nach einem Gegenstück sucht, nach einem Partner. Und zwar sein ganzes Leben lang. Wir sind keine einsamen Wölfe, die mutterseelenallein durchs Leben streifen. Menschen brauchen Menschen. So einfach ist das.

Wie kamst Du überhaupt auf die Idee, mit der Ausrichtung von Hochzeiten im Fernsehen aufzutreten?
Ich hab das Fernsehen nicht gesucht. Es hat mich gefunden. Als Prosieben für die Hochzeit von Sarah Connor und ihrem damaligen Mann Marc einen Eventplaner brauchten, haben sie mich gefragt. Ich bin jetzt mal ehrlich: Ich habe diesen anfänglichen Mini-Auftritt als reine Chance gesehen, meine Agentur bekannt zu machen. Als ich Tage später nach der Ausstrahlung der Sendung auf offener Straße von wildfremenden Leuten angesprochen wurde, war ich richtig schockiert. Irgendwann stellte man auch beim Sender fest, dass ich beim Publikum einfach gut ankam. Die Zahl der Drehtage mit mir wurden erhöht. Und „Der Weddingplaner“ war geboren.

Wieviel Prozent Deiner Auftritte stehen bereits vorher in irgendeinem Drehbuch?
Null Prozent. Alles ist reine Improvisation. Ich bin kein Schauspieler, der einen auswendig gelernten Text vor der kamera herunterleiern kann. Das will ich auch nicht. Natürlich werden die einzelnen Kapitel geplant. Aber dabei habe ich als Experte stets das sagen. Und das wird von den Sendern auch so akzeptiert. Es geht ja darum, dass ich so original wie möglich rüberkomme. Ich haue meine Sachen so raus, wie sie kommen. Meine Sätze kann man nicht erfinden. Die kommen einfach spontan.

Liegen die Nerven vor der Kamera nicht schon einmal blank?
Nein. Ich war schon immer eine Rampensau und hatte nie ein Problem damit, vor anderen Menschen aufzutreten. Das war schon während meiner Schulzeit so. Da war ich immer der Erste wenn es auf die Bühne gehen sollte. In der Theater-AG, beim Vortanzen...

Schaust Du Dir deine Sendungen anschließend an?
nein, eigentlich nicht. Sobald eine Sendung oder ein Kapitel abgedreht wurde, ist sie für mich passé. Ich muss mich nicht selbst noch anschließend vor dem Fernseher selbst beweihräuchern. Allerdings höre schon auf gewisse Kritiken. Wenn sie denn ernst gemeint sind.

Von wem zum Beispiel?
Von meiner Mutter. Die hat mir schon oft nach einer Sendung gesagt: „Mein gott, Junge, bei dem Auftritt sahst du aber verschlafen aus“. Das kann ich sehr gut annehmen. Ich bekomme natürlich auch viel Feedback auf meiner Facebook-Seite.

Würde für Dich auch ein anderes Thema als Hochzeiten im Fernsehen in Frage kommen?
Nein. Hochzeiten sind meine Welt. Und wer heiraten will, kommt an mir nicht so schnell vorbei.

Letzte Änderung am Freitag, 08 Januar 2016 08:35
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4 Kommentare

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